Othello - oder was heißt hier fremd?

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Erste Fotos vom Stück über das Fremdsein, das Anderssein, über Mut, Hass, Freundschaft und Liebe - Literaturclub Campus Efeuweg unter der Leitung von Anja Chrzanowski in Kooperation mit der Shakespeare Company Berlin

15 Schülerinnen und Schüler des Literaturclubs des Campus Efeuwegs aus neun verschiedenen Herkunftsländern, spielten und erzählten die Geschichte von William Shakespeares „Othello“, dem Stück schlechthin über Ausgrenzung, Sich-Fremd-Fühlen, über Verunsicherung und Misstrauen.

Die Angst vor dem oder auch den Fremden beherrscht die Menschen immer wieder. So war das schon zu Shakespeares Zeiten um 1600, so ist es noch heute. Die Schülerinnen und Schüler des Literaturclubs stellten den Begriff„Fremdsein“ in ihrem Theaterstück: „OTHELLO - oder was heißt hier fremd?“ auf den Kopf.

Sie hinterfragten ihn, sie erspielten ihn, sie eroberten sich das Fremde und machten es sich vertraut. Dabei erzählten sie die Geschichte von Othello, dem ewigen Außenseiter; der liebenden, vielleicht zu stillen Desdemona, dem selbstsüchtigen Jago und dem ahnungslosen Cassio.

Das Stück erzählte, wohin es führen kann, wenn man dem anderen und sich selbst nicht mehr vertraut und wenn man die Angst vor dem Fremden zum Maß aller Dinge macht.

Ein Schuljahr lang arbeiteten die Jugendlichen mit ihrer Leiterin Anja Chrzanowski, Sylke Hannasky von der Shakespeare Company Berlin (künstlerische Leitung) und Daniel Schröder und Kathrin Schlosser in der AG-Zeit, an Wochenenden und vielen Nachmittagen an dem Stück.

Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen! Bei der Premiere war das Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee bis auf den letzten Platz besetzt. Auch Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey und der Neuköllner SPD-Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu waren gekommen, um sich das neue Stück des Literaturclubs am Campus Efeuweg anzusehen. Die Jugendlichen gaben dann auch alle Ihr Bestes und bewiesen, dass Shakespeares Gedanken und Worte heute noch hochaktuell sind. Zum Schluss fanden Sie auch noch eine Lösung gegen das Fremdsein und Misstrauen: Aufeinanderzugehen! Die jugendlichen Darsteller und Darstellerinnen enterten den Zuschauerraum, mischten sich unter die Gäste, stellten sich vor und begrüßten alle mit Handschlag. 

 

Großen Dank an den Projektfond für kulturelle Bildung, die Kulturagenten für kreative Schulen (insbesondere Michaela Schlagenwerth!), den Verein Berliner Bildungsinitiative e.V.

.... und natürlich an die Shakespeare Company Berlin: Sylke Hannasky (künstlerische Leitung), Daniel Schröder (Assistenz) und Kathrin Schlosser (Kostüme)

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Fotos: U. Ungethüm