Tag der Städtebauförderung - Bildung trifft Bewegung

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Am 5. Mai 2018 war der Tag der Städtebauförderung – auch in der Gropiusstadt. Bezirksbürgermeister Martin Hikel eröffnete die Veranstaltung am stillgelegten Brunnen an der Lipschitzallee. Aus dem Förderprogramm Zukunft Stadtgrün wurden jetzt 1,75 Mio. Euro bewilligt, um die Gropiusstadt baulich aufzuwerten.

Bildungsstadträtin Karin Korte, der Stadtrat für Stadtentwicklung, Jochen Biedermann,  der Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu sowie die Gleichstellungsbeauftragte Katharina Smaldino waren gekommen und erläuterten die Vorhaben. Bildungsstadträtin Karin Korte fasste die Geschichte des Brunnens nochmal für alle zusammen und freute sich sehr über die anstehenden Maßnahmen – immerhin ist sie der Gropiusstadt besonders verbunden, da sie dort lange Jahre das  Gemeinschaftshaus leitete. Der seit langem lange defekte Brunnen wird nun repariert werden und voraussichtlich 2019 wieder sprudeln.

Bei bestem Wetter, kühlen Getränken und begleitet von der Live-Musik der SwingBoppers konnte man sich über die anstehenden Entwicklungen informieren, die im Austausch mit den Bewohnern und Bewohnerinnen geplant werden. Bei einem Rundgang durch die Grünfläche wurden einige der Maßnahmenideen, die das Planungsbüro FugmannJanottaPartner entwickelt hat, erklärt. Zu deren Umsetzung sind dem Bezirksamt Neukölln 1,75 Mio. Euro aus dem Förderprogramm Zukunft Stadtgrün bewilligt worden.

Danach ging es in der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg um das ab 2019 entstehende Zentrum für Sprache und Bewegung. Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, war gekommen, lobte das zukünftige Bildungshaus und hob dessen städtebauliche Bedeutung als Leuchtturm in der Bildungslandschaft Berlins hervor. Aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ wird das innovative Vorhaben mit 2,7 Mio. € gefördert. Es ist das einzige Projekt in Berlin, das in 2017 Mittel aus diesem Programm erhalten hat.  Weitere Mittel (ca. 3,2 Mio. €) sind vom Land Berlin ergänzend dazugekommen.

Die Architekten des Berliner Büros AFF, die den Wettbewerb unter zwei Dutzend Einreichungen gewonnen haben stellten ihr Konzept vor. Das Erdgeschoss des an der Ecke Fritz-Erler-Allee / Efeuweg zu bauenden Objekts ist licht und transparent, es gibt Blickbeziehungen zum Schulhof und das Dach ist den Dächern der benachbarten Einfamilienhäuser nachempfunden. All dies soll dazu beitragen, dass das Zentrum später einen Übergang zwischen Schule und Stadtteil leisten kann.

Die VHS wird zukünftig der Betreiber des Zentrums sein und ein breites Angebot im Stadtteil haben. Wie die Kurse ausgerichtet sein sollen, will die VHS in nächster Zeit von Bewohnern und Bewohnerinnen erfahren, um möglichst passgenaue Angebote zu schaffen. Das Zentrum wird außerdem ein Café enthalten, die Musikschule wird Interessantes bieten und ALBA Berlin wird über Bewegungsangebote machen – nicht nur im Bereich Basketball! Entsprechend des Masterplans 2, der gerade erarbeitet wird, sollen am Campus Efeuweg auch Flächen fürs Fahrradfahren, Skaten und Inlinerfahren entstehen und Sportgeräte installiert werden, die zum Sport, aber auch zum Entspannen einladen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung haben dem Planungsbüro Stefan Bernard Landschaftsarchitekten ihre Sicht auf die Vorschläge mitgeteilt und noch wichtige Anregungen gegeben, die geprüft und - wenn möglich - auch in den Masterplan 2 einfließen werden.

 

Fotos: U.Ungethüm